Von Avatar zu Avatar: Im Gespräch über Virtuelle Realtität und Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) und Virtuelle Realität (VR) eröffnen im Zusammenspiel neue Möglichkeiten. Ermöglichen Avatare Gemeinschaft im Digitalen? Was bereits jetzt geht — und was bald möglich sein wird, darüber spreche ich mit Andreas Droste, Innovation Manager bei T-Systems. Dieses Gespräch führen wir als Avatare. So können wir näher zusammenstehen, als es die Corona-Bestimmungen sonst zuließen. Im Gespräch habe ich mich auch als Avatar wohlgefühlt — nur bei meinen Armbewegungen darf die KI noch etwas lernen.

Avatare im Einsatz für Kirche

Zum ersten Mal kamen Real Life Avatare im Dezember 2020 bei der Verleihung des Medienpreises 2020 der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Einsatz in einem kirchlichem Kontext. Diese Multimedia-Story zeigt die Preisverleihung, die Präses Manfred Rekowski als Avatar vornimmt.

Vom Scanner zum Avatar

Andreas Droste und Ralf Peter Reimann im Avatar-Scanner
Andreas Droste und Ralf Peter Reimann im Avatar-Scanner

Während der Vorbereitung zur Preisverleihung wurde ich auch im Lab der Firma doob gescannt. Dank hochwertigen Kameras, gesteigerter Rechenleistung und von doob entwickelten Algorithmen ist es so möglich, dass von jedem Menschen ein Avatar erstellt werden kann, der so aussieht und sich so verhält wie der Mensch, den er darstellt. Ob über eine VR-Brille oder leichter zugänglich am PC oder Browser über Tastatursteuerung können sich Menschen in virtuellen Räumen begegnen und treffen. Dank der VR-Technologie kann man sich in der digitalen Umgebung so verhalten wie im realen Leben. Gerade in Corona-Zeiten ist in VR Nähe zwischen Menschen möglich, die zurzeit in der realen Welt aus Infektionsschutzgründen nicht erlaubt ist. In der VR können sich Menschen ungezwungen begegnen und sich nahe kommen, beispielsweise auch wieder per Handschlag begrüßen.

Videokonferenzen erlauben zwar Gespräche, aber sind weit von persönlichen Interaktionen entfernt. In der Virtuellen Realität — wie dem T-Systems Innovation Center, in dem die Verleihung des Medienpreises stattfand — kann man sich so verhalten, wie man es von Konferenzen kennt: Vorträge hören, Präsentationen sehen, sich in Gruppen zusammenstellen, aber auch sich zum persönlichen Gespräche in eine Ecke zurückziehen. Wenn sich Menschen so in der VR begegnen, wird diese Technologie vermutlich auch einige Geschäftsreisen ersetzen, auch wenn diese nach der Corona-Pandemie wieder möglich sein sollten. So sind Real Life Avatare sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen eine sinnvolle Entwicklung.

EKD-Webinar-21-04-2021

Diese Bilder vom EKD-Online-Seminar “Darf’s ein bisschen mehr sein? Digitale Events in der Kirche gestalten” vom 21.4.2021 zeigen, wie Real Life Avatare bei der Verleihung des Medienpreises zum Einsatz kamen.


Hinweis: dieser Post wurde am 21.4.2021 für das EKD-Online-Seminar ergänzt.

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