Toten-Gedenken im Internet: Chatandacht am Ewigkeitssonntag

Aufnahme der Online-Andacht für den Ewigkeitssonntag 2021 in der Lutherkirche in Mülheim-Speldorf

Evangelische Christinnen und Christen gedenken am Ewigkeitssonntag ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde in Gottesdiensten ihrer Gemeinden. In der Regel wird dabei namentlich an die im Jahr verstorbenen Gemeindeglieder erinnert, deren Namen verlesen werden. Wer nicht im letzten Jahr in der Gemeinde verstorben ist, dessen Name wird nicht genannt. Die namentliche Erwähnung ist jedoch viele Menschen wichtig, um verstorbener Partnerinnen oder Partner, Familienangehöriger, Freunde oder Freundinnen zu gedenken.

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Befragungs-Studie: Digitale Gottesdienste weiterhin stark gefragt

Digitale Gottesdienste

„Es gibt für uns keinen Weg zurück in die Vor-Corona-Zeit“, sagt Präses Thorsten Latzel zur Vorstellung der „Studie zu Online-Gottesdiensten 2021. Update der Befragungsstudie Rezipiententypologie evangelischer Online-Gottesdienstbesucher*innen während und nach der Corona-Krise“ (ReTeOG 2). Digitale Gottesdienste sind weiterhin stark gefragt. Mehr als 55 Prozent der knapp 4.500 Befragten gaben an, dass sie auch noch in Monaten, in denen es wieder Angebote in den Kirchen vor Ort gab, regelmäßig an Online-Gottesdiensten teilgenommen hätten. Dieser Wert war zwar vor einem Jahr direkt nach dem allerersten Lockdown mit mehr als 65 Prozent noch etwas höher, doch ist dies immer noch eine deutliche Mehrheit. 79 Prozent wünschen sich aktuell sogar explizit, Online-Gottesdienste auch nach der Corona-Zeit fortzuführen – und zwar am liebsten durch die eigene Kirchengemeinde vor Ort (65 Prozent).

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9/11 vor 20 Jahren im Web: Trauer und Fürbitten

Kodolenzbuch 9/11

Vor 20 Jahren sind bei den 9/11-Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und anderen Orten fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Ich erinnere mich noch gut, wie ich damals gebannt auf CNN verfolgte, wie das World Trade Center brannte und auch die anderen Flugzeuge zum Absturz gebracht wurden. Damals gab es noch keine Social Media-Plattformen, auf denen Menschen ihre Betroffenheit hätten ausdrücken können. Mittels CGI-Skript richtete ich noch am Abend des 11. Septembers ein Gästebuch auf webandacht.de und ekir.de ein. Rund 1700 Beiträge mit Fürbitten und Worten des Gedenkens sind auf diesem Online-Kondozentbuch innerhalb weniger Tage bis zum 1. Oktober 2001 eingegangen.

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„Alexa beten!“ — Erfahrungen mit dem Sprachassistenten

Alexa-Echo-Dot — an der Küchenwand befestigt

Fast so einfach wie der Aufruf „Alexa beten!“ war die Installation des Gebetsskills der evangelischen Kirche. Bevor ich auf Alexa die Nachrichten aufrufe, beginne ich nun den Tag mit einem Gebet am Morgen über das Kommando:

Alexa, starte Evangelische Kirche

Es folgt ein Dialog, ob ich ein Gebet, einen Spruch oder einen Segen möchte. Ich wähle das Gebet und muss mich dann zwischen Tagzeitengebet oder Hoffnungsgebet entscheiden. Es ist morgens, daher wähle ich ein Tagzeitengebet. Eine menschliche Stimme spricht dann ein Morgengebet. Ohne groß nachzudenken, schließe ich die Augen und bete mit. Es geht, mit Alexa zu beten, und es fühlt sich für normal an.

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Gewünschte Gottesdienste nach Corona

Geplante Gottesdienste nach Corona
Workshop Digitale Gottesdienste
Workshop Digitale Gottesdienste

Noch während der Pandemie planen Gemeinden, wie sie Gottesdienste nach Corona gestalten wollen. Nicht alle Wünsche lassen sich umsetzen. Ein kurzes Resümee nach dem Workshop Digitale Gottesdienste auf dem Presbyteriumstag der Evangelischen Kirche im Rheinland. Nach dem Referat wurde unter den Teilnehmenden eine Umfrage durchgeführt, welche Form der Gottesdienste sie sich nach Corona wünschen. Mehrfachnennungen waren möglich, daher sind die Prozentwerte über Hundert. Insgesamt haben 39 Personen abgestimmt.

Gewünschte Gottesdienste nach Corona
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Wieweit trägt digitale Gemeinschaft? Bis zum Abendmahl?

Wordcloud

Der Kontakt zur Gemeinde ist für viele – gerade lose verbundene – Gemeindemitglieder nun digital. In Corona-Zeiten ist Gemeinschaft als face-to-face-Begegnung in Gemeinden kaum möglich. Gemeindeleben musste pandemiebedingt digital gestaltet werden. Kann in solcher digitalen Gemeinschaft überhaupt Abendmahl gefeiert werden? Digitalisierung verändert die Ortsgemeinde nachhaltig verändern, das wird auch für die Zeit nach Corona gelten.

Teilnahme (c) Evangelische Medienarbeit EMA
Teilnahme an Online-Gottesdiensten nach ReTeOG-Studie (c) Evangelische Medienarbeit EMA

Wenn sich Gemeindeleben ins Internet verlagert, merken wir schnell: Wir sind auf einem Marktplatz, Angebote müssen gut sein, sonst wechseln die Nutzer*innen schnell anderswohin. Christliche Gemeinschaft ist nicht auf die Kohlenstoffwelt beschränkt, sondern auch online leben Christenmenschen ihren Glauben. Neben der Gemeinde vor Ort bieten dabei soziale Netze Orte der Gemeinschaft an. Was geht digital? Gibt es Gemeinschaftsformen und -erlebnisse, die es nur im Analogen gib? Ganz konkret: was verändert sich, wenn Gemeinden Abendmahl digital feiern?

Was geht digital an Gemeinschaft?

  • Was erlaubt die Technik?
  • Wie nehmen Menschen digitale Gemeinschaft wahr?
  • Und was wollen wir überhaupt theologisch?
  • Was heißt das fürs Abendmahl?
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Fragen nach Studie: Digitale Gottesdienste – aber wie?

Umfrageteilnehmende (c) Evangelische Medienarbeit EMA“ .

Mittlerweile haben wir aufgrund der Befragungsstudie ‚Rezipiententypologie evangelischer Online-Gottesdienstbesucher*innen während und nach der Corona-Krise (ReTeOG)‘ wichtige Hinweise, wie Menschen digitale Gottesdiensten erleben und was sie sich von ihnen wünschen. Daraus ergeben sich nun Fragen, wie Gemeinden Online-Gottesdienste gestalten.

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Trauer im Internet: Gemeinschaft und Interaktion auf Trauernetz

Trauernetz auf Instagram

Im Netz gibt es alles, auch Tod und Trauer finden online statt. Trauernetz ist ein Angebot der evangelischen Kirche für Trauernde, es bietet Hilfe und Kontakt. Jedes Jahr am Ewigkeitssonntag gibt es eine Chatandacht. Trauernde tragen in einen Trauerbuch die Namen von Verstorbenen ein, im Online-Gottesdienst wird ihrer namentlich gedacht.

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Interaktives Gebet: Mit dem Handy beten

Screenshot Social Media

Smartphones und Handys sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie begleiten uns durch den Tag. Häufig nutzt man sie zwischendurch zur Ablenkung und Unterhaltung. Social Media zieht uns in eine Welt der Interaktion. Ein Handy zum Beten nutzen? Geht das? Zwar gibt es verschiedene Smartphone-Apps, die zum Beten anleiten und ein geistliches Leben unterstützen , doch oft scheinen Gebet und ein Handy nicht zusammen zu gehen. Im Gebet sucht man Ruhe und besinnt sich auf Gott. Oft schließen Menschen die Augen, wenn sie beten. Deshalb scheint der Blick auf ein Handy-Display nicht zu einem Gebet zu passen. Das folgende interaktive Gebet ist aber ein Versuch, das Smartphone für eine Meditation zu nutzen. Gerade das Ungewohnte beim Handy-Gebet führt zu einer neuen geistlichen Erfahrung.

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Digitale Gottesdienste – wen erreichen sie?

Gottesdienst aus einem Kinderzimmer

Letzte Woche nahm ich an der Zoom-Konferenz der Gottesdienstbeauftragten meiner Landeskirche teil. Spannend, was die Kolleginnen und Kollegen in den Kirchenkreisen machen. Was mir allerdings nachgeht: wie unterschiedlich die Einschätzungen der Kolleginnen und Kollegen sind, was Online-Gottesdienste angeht. Für einige war entscheidend, dass der digitale Gottesdienst live ist und Interaktionsmöglichkeiten bietet, andere halten dagegen Video-Clips als Andachten auf Social Media für die passende Form.

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