Interaktives Gebet: Mit dem Handy beten

Screenshot Social Media

Smartphones und Handys sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie begleiten uns durch den Tag. Häufig nutzt man sie zwischendurch zur Ablenkung und Unterhaltung. Social Media zieht uns in eine Welt der Interaktion. Ein Handy zum Beten nutzen? Geht das? Zwar gibt es verschiedene Smartphone-Apps, die zum Beten anleiten und ein geistliches Leben unterstützen , doch oft scheinen Gebet und ein Handy nicht zusammen zu gehen. Im Gebet sucht man Ruhe und besinnt sich auf Gott. Oft schließen Menschen die Augen, wenn sie beten. Deshalb scheint der Blick auf ein Handy-Display nicht zu einem Gebet zu passen. Das folgende interaktive Gebet ist aber ein Versuch, das Smartphone für eine Meditation zu nutzen. Gerade das Ungewohnte beim Handy-Gebet führt zu einer neuen geistlichen Erfahrung.

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Wiederentdeckt: Ein Lied gegen die Pandemie

Æmilie Juliane von Barby-Mühlingen (CC BY-SA 3.0 Wir photographieren selbst III)
Æmilie Juliane von Barby-Mühlingen (CC BY-SA 3.0 Wir photographieren selbst III)
Æmilie Juliane von Barby-Mühlingen (CC BY-SA 3.0 Wir photographieren selbst III)

Die Evangelischen Gesangbücher enthielten früher Abschnitte „Von Pest und Seuche“ oder “ Zur Zeit ansteckender Seuchen“. Eines der beeindruckendsten Lieder in dieser Abteilung stammt von Ämilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt (1637-1706), geb. Gräfin von Barby-Mühlingen.1 Sie ist auch die Verfasserin der Lieder „Bis hierher hat mich Gott gebracht“ (EG 329) und „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ (EG 530), die in unserem Evangelischen Gesangbuch stehen.

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Gebet während einer Pandemie

Gebet während einer Pandemie
Gebet während einer Pandemie
Gebet während einer Pandemie

Not lehrt beten, lautet ein Sprichwort. In vergangenen Jahrhunderten wurden Lieder verfasst, die die Notlage vor Gott brachten. Die Erfahrungen während der Corona-Pandemie führen auch heute zum Beten. Dieses aus den USA stammende Gebet lädt zur Selbstbesinnung ein.

Gebet während einer Pandemie

Mögen die, deren Alltag nun Einschränkungen unterliegt,
sich an die erinnern, deren Leben bedroht ist.

Mögen die, die zu keiner Risikogruppe gehören,
sich an die erinnern, die am stärksten verwundbar sind.

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Posadas — Herbergssuche nicht nur in Mexiko

Mexikanische Christbaumkugeln
Mexikanische Christbaumkugeln
Mexikanische Christbaumkugeln

Posadas sind vorweihnachtliche Feiern in Mexiko, die die Herbergssuche mit einem Wechselgesang nachspielen. Posada nämlich bedeutet Herberge. Freunde und Verwandte treffen sich in einem Haus. Eine Gruppe steht vor der Eingangstür. Sie stellt Maria und Joseph dar, die um eine Herberge bitten. Im Haus ist die andere Gruppe, der Gastwirt mit seinen Gästen. Der Gastwirt weist die Fremden ab. Erst als er in ihnen Maria und Josef erkennt, lässt er sie ein.

Auch wenn die Tradition der Posada aus Mexiko stammt, passen die Posadas in die aktuelle Situation in Deutschland. Der Vergleich liegt auf der Hand: Tausende Flüchtlinge bitten zurzeit um Aufnahme in Deutschland und suchen Zuflucht in Europa. Geht es ihnen wie Maria und Josef beim mexikanischen Singspiel? Sie werden abgewiesen, weil der Wirt zunächst keine Fremden will. Und er am Ende nur diejenigen fremden Herbergssuchenden aufnimmt, die bestimmten Kriterien entsprechen, nämlich in diesem Falle die Eltern Jesu sind.

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Franz von Assisis Friedensgebet zu Social Media

Franz von Assisi beim Gebet (San Francesco d'Assisi in preghiera)
Franz von Assisi beim Gebet (San Francesco d'Assisi in preghiera)
Franz von Assisi beim Gebet (San Francesco d’Assisi in preghiera) CC BY NC SA 4.0 Frascaroli Giuseppe

„Herr. mache mich zum Werkzeug deines Friedens“ — so beginnt das bekannte Friedensgebet Franz von Assisis. Social Media kommt in diesem Gebet natürlich nicht vor, daher habe ich dieses weit verbreitete Friedensgebet um Absätze zu Social Media ergänzt. Denn gerade die vielfältigen Hasskommentare im Netz zeigen, wie wichtig ein friedvoller Umgang miteinander in Social Media ist.


Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht;
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt;
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
dass ich dem ein Freund bin, auch wenn jemand nur Kontakte online sucht,
dass ich genau hinhöre, wo im Chat die Stimmen einander übertönen,
dass ich anderen Respekt zeige, wo im Netz der Umgangston rau ist.
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